Teilhabe in unserer Stadt
Echte Teilhabe beginnt, wenn alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt die Chance erhalten, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Doch meist endet die Teilnahme an der eigenen Haustür, weil Wege nicht barrierefrei ausgebaut sind oder es keine Anbindung in die Innenstadt gibt.
Darüber hinaus ist die politische Teilnahme wichtig, um alle Menschen - unabhängig von Herkunft, Alter, Bildung und finanzielle Ausstattung - abzuholen und Beteiligung zu ermöglichen. Schlagworte wie
- Wohnraum
- Öffentlicher Nahverkehr
- Barrierefreiheit
- Jugendräte
kennen wir alle. Doch an der Umsetzung scheitert es. Politik muss überall diskutiert werden dürfen - in Schulen, in Vereinen und im Austausch mit unseren Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Beteiligung fängt in den Schulen an und hört danach nicht auf. Deshalb gilt es, alle zu beteiligen.
Junge Menschen müssen endlich Gehör finden und die Chance erhalten, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Der Bau des Jugendzentrums ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dennoch fehlt es an Treffpunkten in den Ortsteilen und an Kulturangeboten. Gemeinsam mit allen kommunalpolitischen Akteuren in unserem Landkreis kann es uns gelingen, die Jugendverbände zu stärken und echte Teilhabe zu ermöglichen. Die stärkere Vernetzung und die Einbindung in politische Entscheidungen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Politik muss in unserer Gesellschaft wieder wahrgenommen werden, in dem wir Sie einbinden.
Dazu gehören nicht nur junge Menschen, sondern auch unsere älteren Mitmenschen. Immer mehr nehme ich wahr, dass sie sich im Stich gelassen fühlen. Wir müssen endlich zuhören und agieren. Das Familienbüro der Stadt Winsen leistet tolle Arbeit. Viele ihrer Veranstaltungen zielen darauf ab, Teilhabe zu ermöglichen. Das begrüße ich sehr und bin dankbar, dass es diese Kolleginnen dort gibt, die mit Herzblut und immer wieder neuen Ideen Tolles leisten und umsetzen.
Doch unsere älteren Mitmenschen in den Ortsteilen kommen nicht in den Genuss, diese Angebote zu nutzen. Hintergrund ist die fehlende Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt. Unsere Mobilität muss sich deutlich verbessern. In den kommenden Jahren ist es mein Ziel, hier neue Strukturen zu setzen und Impulse zu geben, damit sich niemand im Stich gelassen fühlt.
Konzepte wie das Elbmobil waren der erste Schritt in die richtige Richtung. Doch es geht noch besser. Deshalb wird es Zeit, dass Mobilität neu gedacht und kreisweit umgesetzt wird. Diese Umsetzung muss unter dem Aspekt der Barrierefreiheit erfolgen. Denn nur wenn alle wissen, wie sie neue Wege der Mobilität für sich entdecken und nutzen, kann dies zum Erfolg führen.
Zur Barrierefreiheit gehört auch, dass die Zugänge zu Einrichtungen der Stadt, Wege zu den Ärzten und Wege in der Stadt barrierefrei ausgebaut werden. Dieses Projekt wird Ressourcen und Zeit in Anspruch nehmen, doch sollten wir den Blick auf die Zukunft in unserer Stadt lenken.
Teilhabe beginnt mit echter Beteiligung durch unsere Jugend, Familien, Seniorinnen und Senioren, Inklusionsbeauftragten und einfach durch alle, die in Winsen leben und unsere Stadt schätzen. Dafür setze ich mich ein.