Bezahlbares Wohnen
Im Wahlkampf wird für alle Parteien das Thema "Wohnen" wichtig, doch wirklich passieren tut danach nichts.
Seit Jahren verfügt die Stadt Winsen über ein "Handlungskonzept Wohnen". Jedes Jahr wird im Bau- und Verkehrsausschuss berichtet, welche Chancen und Möglichkeiten es geben könnte. Themen wie "Junges Wohnen" werden aufgenommen, Baugebiete geplant mit einer Quote von gefördertem Wohnraum - dennoch hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.
Mieten sind in Winsen kaum noch bezahlbar.
Bezahlbares Wohnen ist nach wie vor ein zentrales Thema in Winsen und dem Landkreis. Durch fehlende Mehrheiten und finanzkräftige Fürsprecher in der CDU ist es bisher nicht gelungen, Änderungen herbeizuführen. Im Gegenteil - Wohngebiete werden überplant, um sicherzustellen, dass Grundstücke überwiegend mit Einfamilien- oder Doppelhäusern bebaut werden. Deshalb ist für mich klar:
Eine Quote für gefördertes Wohnen und eine echte Beteiligung fehlt.
Quartiere werden als Einfamilien- bzw. Doppelhausbebauung geplant; barrierefreies und/oder betreutes Wohnen fehlt meist gänzlich. Und genau da werde ich den Hebel ansetzen.
Wir brauchen in Winsen eine verbindliche Quote von mindestens 25%.
Gemeinsam mit Unternehmen ist es möglich, Baukonzepte zu schaffen, die geförderten Wohnraum zulassen.
Unsere Krankenhäuser und unsere ortsansässigen Unternehmen brauchen Wohnraum, um sicherzustellen, dass Fachkräfte auch nach der Aus- und Weiterbildung hier vor Ort bleiben.
Unsere Kinder wollen selbstständig werden und suchen ein Zuhause, wenn sie in die Ausbildung gehen oder diese abgeschlossen haben.
Unsere Seniorinnen und Senioren suchen Wohnraum in ihrem gewohnten Umfeld, weil Häuser manchmal einfach auch zu groß werden.
Durch Beteiligung von uns Bürgerinnen und Bürgern können Wohngebiete neu gestaltet werden und alle fühlen sich abgeholt. Es wird Zeit, dass Fachkräfte, junge Familien, Seniorinnen und Senioren, unsere Kinder und einfach wir Wohnraum finden, der bezahlbar ist. Und es gibt Konzepte, die genau das ermöglichen. In den Gesprächen mit anderen Kommunen sieht man, dass genau das überall möglich ist. Hamburg und Geesthacht sind Beispiele, die direkt nebenan liegen.
Mögliche Impulse, wie das aussehen kann, findet Ihr hier.